Eidechsen der Region

Seit einem knappen Jahr bin ich nun hier in der Rhein-Main Region beheimatet und ganz fasziniert von den vielen verschiedenen Tier- und Pflanzenarten. Eine Gruppe von ihnen hat es mir dabei besonders angetan - die Eidechsen.

Mauereidechse in den Weinbergen

Mauereidechsen im Rheingau

Schon gleich bei meinem ersten Ausflug mit meinem neu gewonnenen Freund Martin von lichtschnapper.de, mit dem ich inzwischen viele großartige Touren machen konnte, konnte ich Mauereidechsen fotografieren, die an den vielen Steinmauern in den Weinbergen leben. Die Mauereidechse ist sicherlich die am häufigsten anzutreffende Art hier in der näheren Umgebung. Man kann sie sogar ohne große Schwierigkeiten direkt unten am Rhein in Eltville finden. Dabei sind sie zu Beginn des Frühjahrs, wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen sie langsam aus ihren Verstecken locken, relativ einfach zu fotografieren. Später im Jahr sind sie dann schon recht flink und beschäftigt, so dass sie selten ruhig sitzen bleiben.

Männchen und Weibchen leicht zu unterscheiden

Zauneidechsen

Eine weitere häufig vorkommende Art, die aber deutlich schwerer zu finden und erst recht zu fotografieren ist, ist die Zauneidechse. Häufig sieht man sie einfach nicht, da sie sich im hohen Gras oder Gestrüpp verstecken bzw. sich im Schutz dessen fortbewegen. Allerdings sind sie dabei nicht gerade leise, so dass man sie sehr oft durch ihren geräuschvollen Gang identifizieren kann. Männchen und Weibchen sind dabei sehr leicht zu unterscheiden. Die Männchen sind mit ihrer fantastischen giftgrünen Färbung deutlich auffälliger. Die Weibchen haben hingegen eine braun-gelbliche Zeichnung. Zauneidechsen sind deutlich größer als Mauereidechsen und somit kaum zu verwechseln.


Ich hatte das Glück, dass ich letzten Sommer zufällig über einen super Spot gestolpert bin, wo sich die Tiere richtig gut beobachten und fotografieren ließen. Auf einer Wiese mit angrenzender Koppel und einem Gemüsegarten lagen mehrere halbierte Baumstämme, die durch hohes Gras etwas geschützt waren. Auf diesen Baumstämmen konnte man Zauneidechsen fast zu jeder Tageszeit antreffen. Die Tiere waren allerdings relativ scheu und so nutzte ich immer das Teleobjektiv, um die wunderschönen Eidechsen abzulichten.

so frei erwischt man die Zauneidechsen nur selten

Leider musste ich nach ein paar Wochen feststellen, dass zunächst das Gras um die Stämme abgemäht wurde und dann ein Stamm nach dem anderen als Baumatrial entfernt wurde. Leider konnte ich die Besitzer des Grundstücks nicht erreichen, um sie zu bitten, ein oder zwei Baumstämme liegen zu lassen. Jetzt liegt kein Baumstamm mehr dort. Allerdings sind die Eidechsen noch da, denn man hört sie häufig durchs Gras streifen und wenn man Glück hat, sieht man sie auch mal, aber mit fotografieren ist es dort leider vorbei.


die seltenste Eidechsenart - die westliche Smaragdeidechse

Vor einigen Wochen hatte ich durch einen Tipp und dann auch durch Glück die Gelegenheit die in Deutschland sehr seltene westliche Smaragdeidechse zu fotografieren. Die westliche Smaragdeidechse ist noch einmal deutlich größer als die Zauneidechse. Einzelne Exemplare können demnach bis zu 40cm lang werden. Sie ist ähnlich wie die männliche Zauneidechse grün gefärbt, doch etwas heller. Außerdem weist sie eine feinere Zeichnung auf.

die seltene westliche Smaragdeidechse

Auch sie bewegt sich lieber im Gestrüpp oder im hohen Gras fort, sodass man sie selten frei sehen oder fotografieren kann. Obwohl ich keine besonders guten Fotos machen konnte, hab ich mich riesig über diese Sichtung gefreut. Gleich fünf Individuen konnten wir an diesem Morgen entdecken.


Fehlt mir jetzt nur noch ein brauchbares Bild einer Waldeidechse, dann habe ich alle Eidechsenarten, die es hier in der Region gibt, fotografiert. Ich kenne zwar einen Spot, wo man Waldeidechsen (auch Mooreidechsen genannt) immer zu sehen bekommt, doch zum fotografieren hat es noch nicht gereicht. Im Vergleich zu den Smaragdeidechsen sind sie auch gerade zu winzig und huschen schnell von einer Deckung zur nächsten.





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© 2020 by Daniel Jakli