Wilde Papageien in Deutschland


Halsbandsittich - gut am kleinen Schnabel zu erkennen

Die wilden Papageien, die hier entlang des Rheins leben, waren für mich etwas ganz Neues als ich in die Rhein-Main Region zog. Ich hatte zwar schon von ihnen gehört, aber, dass es mehrere verschiedene wildlebende Arten in Deutschland gibt, wusste ich zum Beispiel nicht. Auch, dass man sie fast überall hier in den Städten entlang des Rheins antreffen kann, war für mich neu. Der beste und wohl auch der bekannteste Orte, an dem man diese wunderschönen Vögel gut beobachten kann, ist jedoch der Biebricher Schlosspark in Wiesbaden. Hier tummeln sich gleich drei verschiedene Arten, die schon von weitem durch ihre markanten Rufe auffallen.


Vergleich von Halsbandsittich

und Alexandersittich

Die häufigste Papageienart ist dabei sicher der Halsbandsittich. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten ihn von seinem deutlich größeren Verwandten - dem Alexandersittich - zu unterscheiden. Doch inzwischen weiß ich, auf was man achten muss. Der Alexandersittich weist einen deutlich größeren komplett roten Schnabel auf, bei dem auch der untere Schnabel gut zu erkennen ist und komplett rot. Beim kleineren Halsbandsittich hingegen ist der untere Schnabel relativ klein und zum Teil schwarz gefärbt. Zusätzlich zeichnen sich beim Alexandersittich rote Flecke auf den Schultern ab. Diese sind allerdings bei jungen und weiblichen Vögeln weniger ausgeprägt. Deshalb ist es einfacherer sich am Schnabel zu orientieren.

roter Schnabel und Schulterflecken - Alexandersittich

Wo sich die Vögel gerade im Park aufhalten, ist relativ leicht festzustellen. Zum einen durch die lauten Rufe, die nicht zu überhören sind. Zum anderen dadurch, dass unter den Bäumen an denen sie gerade Fressen viele Blätter, Früchte und kleine Äste liegen. Denn sitzen sie mal regungslos in einer Kastanie oder großen Platane, sind sie durch ihr grüne Färbung ausgezeichnet getarnt und man braucht schon ein geübtes Auge um sie zu entdecken.


kompaktere Figur und sehr laut - Amazone

Ein Hybrid - die Amazone

Die dritte Art, die man im Schlosspark antreffen kann, ist die Amazone - ein Hybrid aus Blaustirnamazone und Venezuelaamazone. Nicht nur optisch unterscheiden sie sich von den beiden anderen Papageienarten sondern auch ihr Ruf ist noch einmal deutlich lauter und markanter. Dieser klingt schon fast mechanisch und ist wirklich alles andere als angenehm. Bis jetzt konnte ich nur 6 Individuen feststellen, die sich regelmäßig im Park aufhalten. Dabei sind sie immer paarweise unterwegs und meistens weit oben in den Bäumen. Ab und an kommen sie aber zum Fressen weiter runter, so dass man die Gelegenheit bekommt, sie zu fotografieren.




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© 2020 by Daniel Jakli